Verschiedene Verlegearten für Terrassenplatten

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Der Untergrund macht's!

Verschiedene Verlegearten für Terrassenplatten

Keramikplatten im Außenbereich sind sehr beliebt und gerade für Terrassen eine gute Wahl. Nicht ohne Grund: sie sind robust und zeigen sich unempfindlich gegenüber Flecken, Säuren und alkalische Flüssigkeiten, selbst eine regelmäßige Hochdruckreinigung übersteht keramisches Feinsteinzeug schadlos. Trotz der hohen Funktionalität haben Keramikplatten für den Außenbreich auch optisch einiges zu bieten – von der Holzanmutung bis zum Beton-Look alles möglich. Ist die richtige Terrassenplatte also erst einmal gekauft, bleibt nur noch eine Frage: Wie kann man sie am besten verlegen?

Die Antwort: Man kann einen Profi beauftragen. Man kann – gerade wenn man Heimwerkerqualitäten, Zeit und Lust hat – seine neue Terrasse aber auch einfach selbst verlegen. Wichtig ist dabei der richtige Untergrund. Grundsätzlich empfehlen sich vier verschiedene Verlegearten im Außenbereich. Welche Untergrundvorbereitung im Einzelfall die Nase vorn hat, liegt auch an persönlichen Vorlieben, der Art der Nutzung und, nicht zu vergessen, dem zur Verfügung stehenden Budget.

1. Die Verlegung von Terrassenplatten im Splittbett

Eine typische Verlegevariante für Keramikplatten im privaten Bereich – sprich bei leichter Beanspruchung – ist die Verlegung im Splittbett. Dafür kommt sogenannter Edelsplit zum Einsatz. Empfehlenswert ist hier eine Körnung von mindestens 2 mm, die Schichtdicke sollte im Ergebnis etwa 5 cm betragen. Bevor die Platten zum Einsatz kommen, wird der Splitt mit einem leichten Gefälle abgezogen.

Sind diese Maßgaben berücksichtigt, ist der Untergrund optimal vorbereitet, um die terrassenplatten zu verlegen. Zur Fixierung der Fugen bietet sich Platten- oder Fugenfix an. Die Verlegung selbst ist relativ einfach, schnell und günstig. Allerdings neigen die Platten auf dem Splittbett zum ‚wandern’ oder ‚kippeln’, eine Randeinfassung kann diesem Effekt jedoch wirksam vorbeugen.Nachteilig ist, dass die Fugen mit Fugenfüllung wie Quarzsand regelmäßig nachgearbeitet werden müssen.

2. Die Verlegung von Terrassenplatten auf Stelzlagern

Wer seinen Balkon oder eine Dachterrase mit keramischen Terrassenplatten bestücken möchte, kann nicht auf ein Splittbett zurückgreifen, da Aufbauhöhe und Aufbaugewicht bei Balkon und Dach nicht zu groß sein dürfen. Stelzlager sind deshalb eine gute wie einfache Lösung und auch stabil genug, um Möbel und Blumenkübel zu tragen. Sie sollten allerdings nur im privaten Bereich verwendet werden, da häufiges und zahlreiches Begehen zu Hohlgeräuschen führt.Sehr von Vorteil ist, dass Leitungen unter den Platten verlegt und die Terrassenplatten unkompliziert angehoben werden können, zum Beispiel um die Leitungen zu Reinigen oder um eingedrungene Verschmutzungen zu beseitigen, denn die Fugen bleiben bei der Verlegung von Terrassenplatten auf Stelzlagern immer offen.

3. Die Verlegung von Terrassenplatten auf Einkorn- oder Drainagemörtel

Relativ teuer und etwas aufwändiger, dafür aber fast wartungsfrei, langlebig und stabil ist die Verwendung von Drainagemörtel als Unterbau für die Plattenverlegung. Wie beim klassischen Fliesenbelag stellt die feste Verfugung auch für die Keramikplatten kein Problem dar, weshalb sich die Verlegeart mit Drainagemörtel im Außenbereich äußerster Beliebtheit erfreut. Auf eine etwa 15 cm dicke, verdichtete Tragschicht, zum Beispiel aus Mineral- oder einem Recyclinggemisch, wird eine 5 bis 7 cm starke Schicht Bettungsmörtel beziehungsweise Drainagemörtel erdfeucht eingebracht und auf die gewünschte Höhe abgezogen. Bevor die Keramikplatten verlegt werden können, bestreicht man die Rückseite mit einer flexiblen Haftschlämme.

4. Die Verklebungvon Terrassenplatten

Eine klassische Form der Verlegung von Terrassenplatten im Außenbereich ist die Verklebung, denn sie gestaltet im Ergebnis einen extrem belastbaren Bodenbelag. Durch die feste Verklebung können die Terrassenplatten zudem nicht wandern und fest verfugt werden. Allerdings sollte bei dieser Verlegeart unbedingt eine fachgerechte Abdichtung vorgenommen werden. Und bei der Wahl des passenden Klebers gilt: Er muss für die gewünschte Anwendung zugelassen und darüber hinaus kunststoffmodifiziert sein. Der Auftrag ist dann recht simpel und erfolgt sowohl auf dem Untergrund als auch auf der Plattenrückseite. Etwas aufwändiger ist die Untergrundvorbereitung, schließlich muss eine Betonplatte gegossen und eine Drainagematte verlegt werden.

Unser Tipp:

Bevor Sie sich selbst an die Verlegung Ihrer Keramikplatten machen, sollten Sie unbedingt die Herstellerempfehlungen berücksichtigen, die in wichtigen Details variieren können. Oder ziehen Sie im Vorfeld einen Fachmann zu Rate. Gerade wenn Gefälle von 1,5 bis 2,5 Prozent eingebaut werden müssen, kommt es auf die korrekte Ausführung an.

Bildquelle: Fotolia

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