Ziersträucher zurück schneiden

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Mein Garten im Dezember

Was jetzt im winterlichen Garten an Arbeit anfällt

Ziergarten, Obst- oder Gemüsegarten: Auch im Winter gibt es für Gartenliebhaber einiges zu tun. Auch wenn Sie Ihren Garten durchaus sich selbst überlassen können – siehe dazu ‚Der Garten im Herbst mag Ruhe’ – gibt es dennoch Arbeiten, von denen Ihr Garten profitieren kann. Von der Pflege bis hin zur Ernte haben wir ein paar allgemeine Gartentipps für den Dezember zusammengestellt.

Mein Dezembergarten: Allgemeine Pflegetipps

Im Winter passiert im Garten nichts? Weit gefehlt! Auch jetzt dürfen Sie das Gießen nicht vergessen. Damit Ihr Garten optimal überwintern kann, braucht er zudem ein pflegendes Händchen. Wir schauen uns das einmal genauer an:

  • Pflanzen gießen: Ist der Boden trocken und nicht gefroren, müssen Pflanzen wie Rhododendren, Eiben oder Buchs auch im Winter regelmäßig gegossen werden. Eine kleine Kur im Anschluss, bestehend aus Laub oder Gemüseabfällen, macht dem Wurzelbereich jetzt besonders viel Freude.
  • Austrocknung vermeiden: Im Winter ist es oft sehr trocken. Doch Feuchtigkeit ist auch für frisch gepflanzte Bäume und Sträucher wichtig. Deshalb sollten Sie alle Neupflanzungen direkt nach dem anpflanzen gründlich und ausreichend wässern. Schutzmatten über dem Wurzelbereich sorgen dafür, dass sich Feuchtigkeit halten kann und die frischen Wurzeln vor Kälte, Sonneneinstrahlung und Austrocknung zuverlässig geschützt sind.
  • Neupflanzungen und Radikalschnitte: Wer das Gärtnern im Winter vermisst, sei getröstet: Selbst bei leichtem Frost können Sie jetzt munter umgestalten und größere Gehölze versetzen. Und wenn der Boden offen, sprich nicht hart gefroren ist, können Sie auch im Dezember noch neue Bewohner einpflanzen, das gilt vor allem für Gehölze. Ziersträucher wiederum schneiden Sie jetzt zurück, dann treiben sie im Frühjahr schön aus. Ihre kahl gewordene Hecke wiederum verträgt sogar einen Radikalschnitt, sofern sie schon ein paar Jahre bei Ihnen wurzelt.
  • Schutz vor Kälte: Auch wenn es tagsüber noch relativ mild ist, die Nächte können richtig kalt werden. Das spüren auch Ihre Kübelpflanzen, die Sie jetzt am besten mit einem wärmedämmenden Vlies kuschelig umwickeln. Natürlich tut es auch Folie oder das klassische Sackleinen. Wichtig ist, dass es nicht zieht. Sprich die Ummantelung sollte dicht, aber nicht zu schwer sein.
  • Schneebruch vermeiden: Bei allzu kräftigem und schwerem Nass-Schnee sind immergrüne Gehölze und empfindliche Ziersträucher von Schneebruch gefährdet. Schütteln Sie den Schnee daher regelmäßig ab oder binden Sie die ganz Zartbesaiteten mit Kokosstricken zusammen.

Mein Ziergarten im Dezember

Neben allgemeinen Gartenarbeiten benötigen Ziergärten ebenso wie der Obst- und Gemüsegarten besondere Pflegetipps. Das Wichtigste auf einen Blick.

  • Unkraut im Steingarten: Auch wenn die unliebsamen Pflanzen jetzt kaum mehr wächst, im Steingarten können Sie im Dezember noch eine Runde drehen und das letzte Unkraut entfernen. Achten Sie auch darauf, Laub zu entfernen, um Fäulnisprozessen vorzubeugen.
  • Blumenknollen ausgraben: Gladiolen und Dahlien sind sehr frostempfindlich und überwintern am Liebsten in einer dunklen Kiste. Sobald Sie die Knollen ausgegraben haben, schneiden Sie die Blütenstängel auf circa zehn Zentimeter zurück. Wichtig ist, die Knollen zunächst gut trocknen zu lassen, bevor sie dann ihren Winterruhesitz in einer Kiste finden. Decken Sie die Knollen komplett mit Sand ab und schauen Sie regelmäßig nach, dass sie nicht austrocknen.
  • Ziergehölze verjüngen: Auch Ziergehölze freuen sich jetzt über einen guten Winterschnitt, den Sie von Dezember bis Februar vornehmen können. Allerdings darf nur an frostfreien Tagen geschnitten werden. Wenn Sie darauf achten, werden Sie mit üppiger Blütenpracht und einem dichten Wuchs im kommenden Frühjahr belohnt.
  • Rosen schützen: Die Rose ist eine kleine Mimose. Anders gesagt: Sie kann dem Frost zwar trotzen, reagiert aber extrem empfindlich auf trockene Winde und die Wintersonne. Das Problem ist, dass die Sonneneinstrahlung zu Verdunstung führt. Da der Winterboden jedoch kein Wasser nachliefert, trocknet die Rose zwangsläufig aus. Einen guten Schutz bieten Vlies und Reisig von Nadelhölzern. Vorsicht wiederum ist bei Plastik geboten, Folie etc. verursacht einen Wärmestau, der wiederum das Ausblühen von Pilzkrankheiten fördert.

Mein Obst- und Gemüsegarten im Dezember

Wussten Sie, dass Gemüsesorten wie Kohl und Lauch erst richtig gut schmecken, wenn sie Besuch von Väterchen Frost hatten? Feldsalat und Spinat wiederum sind extrem empfindlich und müssen im Dezember vor Frost geschützt werden. Vlies, Laub oder Reisig sind gute Warmhalter für das Beet. Weitere Tipps im Überblick:

  • Gemüse lagern: Frostempfindliches Gemüse, dazu zählt vor allem Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Beete und Knollensellerie, sollten Sie noch vor dem ersten Frost ernten. Optimalerweise lagern diese Sorten an einem kühlen Ort bei maximalen Temperaturen von vier Grad Celsius, eine Kiste mit feuchtem Sand ist ideal. Achten Sie auch auf ausreichend Luftfeuchtigkeit, damit das Gemüse nicht eingeht.
  • Gemüse kontrollieren: Damit Ihr eingelagertes Obst und Gemüse schadlos bleibt, müssen Sie es regelmäßig kontrollieren und schadhafte Exemplare aussortieren. Andernfalls können sich leicht Pilze bilden.
  • Obstbäume schneiden: Ob Frühjahr- oder Winterschnitt – auf den Wuchs kommt es an. Stark wachsende Obstbäume sollten Sie erst im Frühjahr schneiden. Alle anderen können im Dezember ausgelichtet werden, sofern die Temperaturen über fünf Grad Celsius liegen. Auch kranke oder abgestorbene Äste können Sie nun entfernen, flach wachsende Triebe allerdings sollten Sie unberührt lassen. Große Schnitte brauchen auf jeden Fall ein schützendes Wundverschlussmittel.

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Bildmaterial: Adobe Stock

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